Darf die Deutsche Bahn 10 Millionen Euro pro Jahr in eine gemeinnützige Stiftung stecken?

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Züge kommen verspätet oder gar nicht. Türen sind oft kaputt, Toiletten verstopft, Klimaanlagen fallen aus. Dazu unzufriedene Lokführer, die gerne mal streiken. „Sänk ju for träwelling wiss Deutsche Bahn“, das klingt für viele wie Hohn. Jetzt droht der Deutschen Bahn nach Presseberichten auch noch ein Milliarden-Defizit. Doch was macht das Unternehmen? Es leistet sich den Luxus einer gemeinnützigen Stiftung. Sage und schreibe 10 Millionen Euro zahlte die DB im Jahr 2014, um die Deutsche-Bahn-Stiftung zu alimentieren. 2015 werden erneut bis zu 10 Millionen Euro bereitgestellt. Wie schön! Das Krisenunternehmen gibt den Wohltäter und fördert “Bildung & Kultur“, „Klima- & Naturschutz“ oder „Humanitäre Hilfe“. Solche Projekte liefern positive Nachrichten – PR zugunsten des gebeutelten Unternehmens. Ich meine: Würde sich die Bahn stattdessen um mehr Pünktlichkeit kümmern, wäre der PR-Effekt weit größer und der Nutzen für die Allgemeinheit höher, ich denke etwa an den Klimaschutz. Die DB-Stiftung verteidigt sich: Die Bahn habe „in den letzten Jahren erheblich in die Verbesserung ihrer Angebote investiert“. Gleichzeitig habe die DB „eine gesellschaftliche Verantwortung, die sie u.a. mit ihrer Stiftung wahrnimmt“. Ich bin überzeugter Bahnkunde, doch diese Argumentation – sie leuchtet mir nicht ein. (Foto: Quelle Pixabay)